Monatsarchiv: Mai 2007

Pozdrowienia z Kazimierza w Krakowie!

Viele Grüße aus Krakau! Hier in Kazimierz findet heute das „najsmaczniejszy festival w roku“ statt, wie die Gazeta Wyborca schreibt – das geschmackvollste Fest des Jahres. Überall werden vor den vielen Cafés und Kneipen Suppen ausgeschenkt, und die besten werden dann prämiert. Mein persönlicher Favorit: Madziarska zupa gulaszowa. Die zupa oliwkowa z mascarpone war aber auch nicht übel.

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Meinen Polnischwortschatz habe ich beim Suppenessen um einen Satz bereichert: Szczyce sie szczipiorkiem na szczycie. Szczypiorek heißt Schnittlauch, das habe ich noch behalten. „Ratuj sie, kto moze!“, sag ich da nur – freue mich aber gleichwohl auf eine weitere interessante Nacht in Kazimierz 🙂 Jestem w bardzo przyjemnym towarzystwie – ich bin übrigens in sehr angenehmer Gesellschaft: Gabriela Maciejowska lautet der Name der Dame. Ein Artikel über eines ihrer vielen spannenden Projekte ist hier zu lesen.

Czeszc und Smacznego
UvS

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Impressionen aus Odessa und Bessarabien

Auf Anregung vieler interessierter Leserinnen und Leser dieses Blogs ein paar Fotos aus Odessa und Bessarabien:

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Hier kommt man an, hier fährt man ab. Die Zugfahrt von Berlin nach Odessa dauert übrigens keine 40 Stunden, und die Zeit vergeht wie im Fluge.

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Das Wahrzeichen von Odessa: die Oper, erbaut von dem berühmten Wiener Architektenduo Hellmer und Fellner, die Ende des 19. Jahrhunderts überall in der k.u.k. Monarchie und darüber hinaus Theater errichtet haben. Leider ist die Odessaer Oper auf Sand gebaut, so dass sie seit vielen Jahren wegen Renovierung geschlossen ist.

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Noch ein Wahrzeichen: die Potjomkinsche Treppe. Und ein Schandfleck: das Hotel Odessa. Der junge Mann im Vordergrund beweist wieder einmal die völkerverbindende Bedeutung des Fußballs.

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Kitsch im Mai: Der Primorski Bulvar vor dem Hotel Londonskaja. Laut Rezeptionistin hat man beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung einfach hängen zu lassen. Wem’s gefällt …

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Die andere Seite von Odessa: In einem der Plattenbauviertel aus den glorreichen Zeiten des Kommunismus.

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Zwei fröhliche Musikantinnen, die auch die härtesten Tanzmuffel weich kriegen.

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„BMW“, sagte der Fahrer stolz. Ist aber eine Ural.

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LKW am Ufer des Dnistr (Dnjestr), der hier bei Bilgorod mehrere hundert Meter breit ist und wie ein See anmutet.

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Blauer Himmel und weißer Sand am Schwarzen Meer.

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Die Vergangenheit …

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… und die Zukunft …

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… und das Heute.

Bis demnächst
UvS

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Odessa – ein Mythos lebt

Odessa – eine Stadt der Gegensätze. Gepanzerte Luxuslimousinen mit getönten Scheiben, junge Frauen in hochhackigen Stiefeln und Mini-Mini-Röcken, Designer-Sonnenbrillen tragend, Diamantringe über dem Bauchnabel, vierschrötige Quadratschädel in Armani-Anzügen. In den Boutiquen Handtaschen für 2000 Euro, die Fassaden der Bürgerhäuser und klassizistischen Paläste prächtig restauriert. Der Reichtum wird ebenso selbstbewusst wie schamlos zur Schau gestellt. Und zugleich: Tiefe Löcher im Kopfsteinpflaster, marode Plattenbauten, bettelnde Kinder, alte Frauen, die mit dem Verkauf von Sonnenblumenkernen ihre kärgliche Rente aufbessern, Schnapsleichen. Prunk und Protz – Armut und Elend.
Und über allen und allem der unendlich weite Himmel, der die Sehnsucht weckt, mal eben in ein Schiff zu steigen und nach Istanbul zu fahren oder nach Sewastopol oder nach Georgien – aber nur, um bald wieder zurückzukehren, um einen süßlich-schweren Abend unter Akazienbäumen zu verbringen, den Blick in die Ferne gerichtet oder Isaak Babel lesend, um nicht den unglaublich schönen Mädels nachzuschauen, in denen sich die über 100 Nationalitäten Odessas, Orient und Okzident, (zumindest optisch) aufs Beste vereinigt haben.
Odessa – eine Stadt zum Verlieben! Ja, ja, ich weiß, das war eine abgedroschene Floskel. Aber würde jemand sagen: Bitterfeld – eine Stadt zum Verlieben? Oder: Eisenhüttenstadt … oder: Gummersbach … Fahrt hin und schaut’s euch an – zum Beispiel mit EOL-Reisen!

Man kann’s sich übrigens in Odessa nicht nur gut gehen lassen, sondern auch was Gutes tun: das Kinderheim „Shiva Nadija“ (Lebendige Hoffnung) unterstützen.

Zurück in Leipzig, aber noch nicht ganz wieder da
UvS

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