Monatsarchiv: November 2009

Yippie, I’m a poet – Bob Dylan in Görlitz

Dass Bob Dylan trotz seiner Weihnachts-CD lebendig ist und bleibt, war in der Oktober-Ausgabe des Magazins Literaturen zu lesen und zu sehen – Dylan auf der Titelseite und als 16-seitiges Schwerpunktthema im Heft: Warum er den Nobelpreis bekommen muss.

Nun, wir alle wissen, dass er wieder leer ausgegangen ist, aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr. Und im Oktober 2010 können wir dann wieder irgendwo lesen:
Bei ihm wird aus Dichtung Musik und aus Musik Poesie. Nimmt man beides zusammen, dann lässt sich die These wagen: Bob Dylan ist der einflussreichste und wirkungsmächtigste Lyriker der Moderne. Einer wie er sollte endlich den Literatur-Nobelpreis bekommen.

Mein Einfluss reicht nicht bis Stockholm, aber ich tue trotzdem, was ich kann: Am Mittwoch, 25. November, heißt es im Camillo in Görlitz wieder: Yippie, I’m a poet – Bob Dylan als Dichter.

Nein, Dylan braucht den Nobelpreis wirklich nicht, schreibt der Göttinger Literaturprofessor und Dylanologe Heinrich Detering in Literaturen. Aber dem Nobelpreis täte Dylan gut. Es wird Zeit.

Come gather ‚round people whereever you roam
don’t stand in the doorway, don’t block up the hall …

Bis Mittwoch im Camillo
UvS

PS: Ich werde natürlich nicht nur reden, sondern bringe Musik von Dylan mit, die laut iTunes für 6,7 Tage reicht …

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Verrückte Vermählung

Das Hochzeitspaar

Das Hochzeitspaar

Als Birgit und Matthias Frahnow im November 1989 im Spreewalddorf Drehnow heiraten, läuft nichts nach Plan: die Gäste übernächtigt, das Brautpaar Nebensache, doch keine Flitterwochen im FDGB-Ferienheim. Trotzdem wird das Fest für alle der schönste Tag im Leben – in der Nacht ist die Mauer gefallen. Von Uwe von Seltmann

Bei Spiegel-Online mehr über die Nacht, in der die Mauer fiel, und über eine unvergessliche Hochzeit.

Zaungäste in Drehnow

Zaungäste in Drehnow

Der Augenblick, auf den alle gewartet hatten.

Der Augenblick, auf den alle gewartet hatten.

Die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls bekomme ich hier in Krakau nur am Rande mit. Umso mehr freue ich mich, am 12., 17. und 26. November in Dresden am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus drei Veranstaltungen zu moderieren, in denen Zeitzeugen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Herbst 1989 berichten. Zu Gast sind u.a. König Kurt Biedenkopf, der Psychiater Hans-Joachim Maaz („Der Gefühlsstau“) und der sächsische Landesbischof Jochen Bohl. Nähere Informationen über Changechance 1989 hier.

Und hier der Flyer zum Herunterladen.

Do zobaczenia
UvS

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Jagd auf die Besten

Stefan Kołaczkowski, Professor in Krakau, starb am 16. Februar 1940 an den Folgen des KZ-Aufenthalts

Prof. Stefan Kołaczkowski (1887-1940)

Rechnen bis 500, Lesen nicht nötig: Tumbe Arbeitssklaven wollten die Nazis aus den Polen machen und die Bildungselite des besetzten Landes einfach ausrotten. Auch die Professoren der uralten Krakauer Uni sollten sterben – doch Hitlers Schlächter hatten den Erfindungsreichtum der Polen unterschätzt. Von Uwe von Seltmann

Bei Spiegel-Online mehr über die Sonderaktion Krakau, die sich am 6. November zum 70. mal jährt: Am 6. November 1939 verhafteten die Nationalsozialisten in Krakau 183 Professoren und Wissenschaftler. Die meisten der Gelehrten wurden auf internationalen Druck wieder freigelassen.

Prof. Jan Włodek (3.v.r.) mit dem späteren General Władysław Sikorsk (4.v.l.)

Prof. Jan Włodek (3.v.r.) mit dem späteren General Władysław Sikorsk (4.v.l.)

Prof. Maciej Starzewski (1891 bis 1944)

Prof. Maciej Starzewski (1891 bis 1944)

Dank an Franciszek Wasyl vom Archiv der Krakauer Jagiellonen-Universität und an Gabriela Maciejowska, die mich bei der Suche nach Fotos maßgeblich unterstützt haben, sowie an Jerzy Gaweł für Interview und Fotos!

Do zobaczenia
UvS

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