Monatsarchiv: Januar 2010

Unterstützer willkommen …

… für das Projekt „Zwei Familien, zwei Vergangenheiten – eine Zukunft“:

Wichtiger und erfreulicher Hinweis für alle, die das Projekt mit einem finanziellen Beitrag fördern wollen: Weiterdenken e.V. stellt gerne eine Spendenbescheinigung aus! 🙂

Der Flyer wird demnächst auch in einer polnischen und englischen Übersetzung auf die Website gestellt.

Wir danken allen bisherigen und weiteren Unterstützern!!!
UvS

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27. Januar – Erinnern und Gedenken

„It’s always good to know what went down before you, because if you know the past, you can control the future.“ – Bob Dylan

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Für über eine Million Menschen – Juden, Polen, Zigeuner, Homosexuelle, Zeugen Jehovas … – kamen die Retter in Auschwitz zu spät. Auschwitz -Birkenau steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes. In Deutschland ist der 27. Januar seit 1996 ein nationaler Gedenktag – zur Erinnerung an die Millionen Opfer der deutschen Nationalsozialisten.

Auch in Krakau wird an die ermordeten Juden gedacht. Vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten lebten hier in Kazimierz rund 60.000 Juden – wie viele haben davon überlebt?

Ein paar filmische Eindrücke, wie es früher in unserer Nachbarschaft aussah:

Ein Film aus dem Jahr 1939 – vor dem Einmarsch der Deutschen und der Vernichtung jüdischen Lebens. Musik: Abe Schwartz’s Orchestra – Yosl, Yosl, 1925.

Der jiddische Poet Mordechai Gebirtig (1877-1942) lebte im Haus um die Ecke, bis er von den Nazis ermordet wurde. Seine Lieder werden heute zum Beispiel von Bente Kahan gesungen.

Bilder aus Kazimierz mit Musik der Krakauer Band Kroke, die immer mal wieder mit Nigel Kennedy musiziert. Kennedy wohnt in Krakau – er ist mit einer Polin verheiratet 🙂

Bilder aus der sehenswerten Ausstellung „And I still see their faces“.

Nigdy więcej – never again – nie wieder
UvS

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Heimat, Heimweh, Heimsuchung …

… lautet der Titel einer Anthologie, die jetzt im Karin-Kramer-Verlag erschienen ist.

Heimat, Heimweh, HeimsuchungKaum ein Roman, der nicht davon handelt: „Woher komme ich?“ Und: „Wohin gehe ich?“ Sei es die Bibel oder die Buddenbroocks – erzählt wird die gleiche Geschichte: die Vertreibung aus dem Paradies. Seit Menschengedenken haben sie Heimweh, lt. Brockhaus ein „durch unfreiwillige Distanz von der vertrauten Umgebung bedingtes Mangelgefühl“, und oft muss man dafür nicht einmal verreisen oder ins Exil gehen.

Um das Weh mit der Heimat geht es in dieser Anthologie, nicht um 2000 Jahre Deutschland (Varusschlacht), 60 Jahre Bundesrepublik und auch nicht um 20 Jahre Mauerfall. Für die Autorinnen und Autoren ist Heimat keine geographische Kategorie, für manchen aber das Gegenteil von Fremde und Entfremdung, die Summe der Erinnerungen aus einer Zeit des Vertrauens an einem Ort der Geborgenheit. Erinnerungen an etwas, das es vielleicht nie gegeben hat …

Einer der Herausgeber der Anthologie ist Bachmann-Preisträger Karsten Krampitz.

Ich habe für diese Anthologie einen kleinen Text beigesteuert: Großvater war kein Seeräuber – Eine Odyssee von der Sieg an die Weichsel. Hier der Anfang:
Als ich kürzlich im Kreis Krakauer Freunde auf die Frage, wo ich denn eigentlich geboren sei, wahrheitsgemäß antwortete: „Im Siegerland“, wurde mir etwas pikiert entgegnet, das müsse ich  wirklich nicht betonen, dass ich im Siegerland geboren sei. Das wisse man auch so, dass Deutschland den Krieg gewonnen habe. Letztendlich und eigentlich zumindest. Ich hatte keine Lust, zum tausendsten Mal das schwierige deutsch-polnische Verhältnis zu erörtern und erklärte knapp: „Das Siegerland ist eine Provinz, die nach einem Fluss – der Sieg – benannt ist und in der Nähe von Köln liegt.“

Wie die Geschichte weitergeht: im Buch oder zum Beispiel live am Montag, 11. Januar, um 13 Uhr oder um 17.30 Uhr in Königs Wusterhausen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Premiere am vergangenen Sonntag im wunderbaren Örtle Ödenwaldstetten haben sogar das eine oder andere Exemplar erworben … Das soll was heißen im Schwäbischen!

Es grüßt – immer noch aus dem Schwäbischen
UvS

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