Archiv der Kategorie: Blogroll

Première of our new documentary „Ratującym – ocaleni“ (“From those you saved“) at Jewish Museum in Warsaw, Wednesday, 4 Feb, 6pm

Zaproszenie 4.02

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The ultimate Yiddish Tango: Shik mir a shtral – שיק מיר אַ שטראַל

Shik mir a shtral
Vos zol balaykhtn mayne vegn
Tsutrayb dem vint, vos er bashevet antkegn
Shik mir di zun, zi zol oystrikenen di trern
Vos yorn fil, zey flisn shtil
Un kenen nit oyfhern …

Send me a ray
To light my path
Drive away the wind that howls in my face
Send the sun to dry my tears
That have flown silently for years
And cannot stop …

(Author unknown, performed by Christian Dawid for our Yiddish film Boris Dorfman – A mentsh)

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„Boris Dorfman – A Mentsh“ at Jewish Culture Festival Krakow

Screening at Galicia Jewish Museum on 1st of July 2014 with special guest Juliusz Handwerker. He is one of the last Yiddish speakers in Krakow, born before the World War II in Lemberg.

A mentsh - Galicia2

A mentsh - Galicia3A mentsh - Galicia

 

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Let us all together be joyous …

Lomir ale in eynem freylekh zayn – לאָמיר אַלע אין איינעם פריילעך זייַן

Boris Dorfman – A Mentsh: Special Video „Let us all together be joyous …“ – dedicated to Boris Dorfman and our friends in Lemberg/Lviv

אַ האַרציקן דאַנק די פילע יחידים און אינסטיטוציעס אין לעמבערג, וועלכע האָבן אונדז דערמוטיקט און געהאָלפן בײַם שאַפן דעם דאָזיקן פילם

Our heartfelt thanks to the many friends and institutions in Lviv who helped and encouraged us in making this film!

A radically Yiddish Film: Boris Dorfman – A Mentsh
by Uwe & Gabriela von Seltmann
© Apfelstrudel Media Berlin
music by Christian Dawid
film & music edited by Marek Gajczak

 

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Mir forn keyn Lemberik – leaving for Lviv/Ukraine!

LembergSpecial Screening of Boris Dorfman – A mentsh on the occasion of Yiddish Days Lviv (15-19 May) and Boris Dorfman’s 91st birthday:
Venue: Kino „Kopernik“, Boulevard Kopernika 9, Lviv
Date: Sunday, 18 May, 3pm
A cordial invitation –
ברוכים־הבאים

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Über Gott und die Welt – About everything and anything – O wszystkim i o niczym

Recorded in Gera (Thuringia/Germany) in May 2013. We talk about everything and anything: About Deutsche Ordnung i Polska Improwisacja, about the impact of the past on the present time and the future, about my books Schweigen die Täter, reden die Enkel and Todleben, about God and about Borussia Polska Dortmund. Thank you, Uwe Heimowski, for invitation!

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„Auschwitz vergessen? – Nein, niemals!”

"Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit"

„Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit“ (Papst Johannes Paul II.) –  fotografiert in Oswiecim am 26.01.2013

Zum 68. Jahrestag  der Befreiung von Auschwitz und 80 Jahre nach dem Beginn der NS-Diktatur stellt sich die Frage: Wozu uns erinnern? Um ein anderes, besseres Leben zu führen.

In der Thora haben die Vorväter eine Erkenntnis formuliert, die Juden wie Christen zu einer sprichwörtlichen Redewendung geworden ist: »Bis ins dritte und vierte Glied«, heißt es im 2. Buch Mose, wirke die Schuld einer Generation nach.

Dieses Wissen der Alten wird heute von Gedächtnisforschern und Psychologen bestätigt: Über vier Generationen hinweg erstreckt sich das kollektive Gedächtnis, vier Generationen werden durch das, was geschehen ist und geschieht, zusammengeschmiedet – ob sie wollen oder nicht. Um es etwas salopp auszudrücken: Noch die Urenkel müssen das ausbaden, was die Vorfahren angerichtet haben. Oder was ihren Vorfahren angetan wurde.

Wie wichtig eine Erinnerungskette über Generationen hinweg sein kann, haben im März 2011 die Bewohner des Dorfes Aneyoshi im Norden Japans erfahren. Vielerorts stehen an der Küste Steine mit uralten Inschriften, die vor einem Tsunami warnen, doch die Mahnungen der Ahnen waren vergessen worden. Als der Ernstfall eintrat, mussten Tausende sterben, weil sie nicht wussten, wie sie sich verhalten sollten.
In Aneyoshi hingegen starb niemand, denn das Dorf war geschlossen auf Anhöhen geflüchtet. Die Bewohner konnten sich retten, weil jeder die Mahnmale kannte – sie wurden in der Schule durchgenommen.

In der vierten Generation würden die Erinnerungen an ein grausames Ereignis verblassen, hat ein japanischer Katastrophenforscher die Ignoranz seiner Landsleute gegenüber den Erfahrungen der Vorfahren erklärt.

Auf den hiesigen Schulbänken sitzen heute Jungen und Mädchen der vierten Generation nach den grauenvollsten Ereignissen der Menschheitsgeschichte, für die ein Ort zum Symbol geworden ist: Auschwitz. Die Befreiung des von Deutschen errichteten Konzentrations- und Vernichtungslagers, in dem über eine Million Menschen ermordet wurden, jährt sich am 27. Januar zum 68. Mal.

Der Jahrestag fällt in eine Zeit, in der die letzten Augenzeugen sterben, und Forderungen wie »Vergesst Auschwitz!« oder Aufrufe, »endlich einen Schlussstrich zu ziehen«, weil die Zeit des Nationalsozialismus »so lange her« sei, überall zu lesen und zu hören sind.

Dass die meisten Deutschen vom Juden- und Polenmord nichts mehr wissen wollen, ist psychologisch gesehen verständlich – es ist einfacher, es zu verdrängen, als sich einzugestehen: Ja, auch meine Eltern und Großeltern haben mitgemacht oder zugeschaut.

Aber ist das wirklich schon so lange her? Was sind 70 Jahre? Es kann sein, dass für die einen 70 Jahre vergangen sind und sich auf ein paar Seiten im Geschichtsbuch reduzieren. Für die anderen ist es nur eine Sekunde. Eine Sekunde, dann haben sie die Bilder von damals wieder vor sich: schonungslos scharf, erbarmungslos ewig. Und diese Sekunde währt dann ein ganzes Leben. Auch im Leben der Nachkommen.

Schlussstrich ziehen? Warum kommt niemand auf die Idee, einen Schlussstrich unter, sagen wir, den Dreißigjährigen Krieg zu fordern? Aber was werden die Folgen dieses Ver- und Beschweigens sein? Wird es nicht dazu führen, dass sich die Prophezeiung des Schriftstellers Manès Sperber erfüllt? »Auf den Schulbänken sitzen die Leichen des kommenden Krieges«, schrieb Sperber: »Nichts von dem, was sie lernen, wird sie befähigen, sich vor diesem Schicksal zu bewahren.«

Sind wir es der vierten Generation nicht schuldig, alles zu tun, damit sie nicht zu den Leichen des kommenden Krieges werden? Das Vermächtnis von Jerzy Pazdanowski kann uns eine Hilfe sein. »Auschwitz vergessen? Nein, niemals!«, rief er aus an dem Ort, an dem sein Bruder Michal ermordet worden war. Auschwitz sei nicht nur ein »Ort des Todes«, so der Überlebende des KZ Dachau, sondern auch ein »Ort des Lebens«. Mit einer Botschaft: »Ein anderes, besseres Leben zu führen.«

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