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New: The Mordechai Gebirtig Project

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In 2017, we will commemorate the 140th anniversary of birth and the 75th anniversary of murder of Mordechai Gebirtig (1877 – 1942). We would like to invite all people to remember and honor the life and legacy of the great Yiddish poet and singer and bring him back to the public awareness.

Premiere of our Multimedia Show „Ikh hob gehat a zisn kholem – I had a sweet dream“ at 25th Krakow Jewish Culture Festival:

Date: 30 June, 9 pm

Venue: Galicia Jewish Museum, Kraków, ul. Dajwór 18

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„Boris Dorfman – A mentsh“ at International Film Festival „Jewish Motifs“ in Warsaw (08-10 May 2015)

We had a great time – thank you so much for inviting us to Warsaw!

The Catalogue

Yewish Motifs CatalogueYewsih Motifs Film Festival

The Directors Gabriela & Uwe von Seltmann

Yewish Motifs Q&A2

Yewish Motifs Q&A1Yewish Motifs Q&A3

Mordechai Gebirtig was with us – Info about our new project here (soon more):

http://www.film.krakow.pl/gebirtig-eng.html

The Cinema

Yewish Motifs Kino Muranów

The Audience – Full House and great Q&A!

Yewish Motifs Film

Fotos: UvS, Festival, Jay Raucher-Osborn

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„Auschwitz vergessen? – Nein, niemals!”

"Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit"

„Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit“ (Papst Johannes Paul II.) –  fotografiert in Oswiecim am 26.01.2013

Zum 68. Jahrestag  der Befreiung von Auschwitz und 80 Jahre nach dem Beginn der NS-Diktatur stellt sich die Frage: Wozu uns erinnern? Um ein anderes, besseres Leben zu führen.

In der Thora haben die Vorväter eine Erkenntnis formuliert, die Juden wie Christen zu einer sprichwörtlichen Redewendung geworden ist: »Bis ins dritte und vierte Glied«, heißt es im 2. Buch Mose, wirke die Schuld einer Generation nach.

Dieses Wissen der Alten wird heute von Gedächtnisforschern und Psychologen bestätigt: Über vier Generationen hinweg erstreckt sich das kollektive Gedächtnis, vier Generationen werden durch das, was geschehen ist und geschieht, zusammengeschmiedet – ob sie wollen oder nicht. Um es etwas salopp auszudrücken: Noch die Urenkel müssen das ausbaden, was die Vorfahren angerichtet haben. Oder was ihren Vorfahren angetan wurde.

Wie wichtig eine Erinnerungskette über Generationen hinweg sein kann, haben im März 2011 die Bewohner des Dorfes Aneyoshi im Norden Japans erfahren. Vielerorts stehen an der Küste Steine mit uralten Inschriften, die vor einem Tsunami warnen, doch die Mahnungen der Ahnen waren vergessen worden. Als der Ernstfall eintrat, mussten Tausende sterben, weil sie nicht wussten, wie sie sich verhalten sollten.
In Aneyoshi hingegen starb niemand, denn das Dorf war geschlossen auf Anhöhen geflüchtet. Die Bewohner konnten sich retten, weil jeder die Mahnmale kannte – sie wurden in der Schule durchgenommen.

In der vierten Generation würden die Erinnerungen an ein grausames Ereignis verblassen, hat ein japanischer Katastrophenforscher die Ignoranz seiner Landsleute gegenüber den Erfahrungen der Vorfahren erklärt.

Auf den hiesigen Schulbänken sitzen heute Jungen und Mädchen der vierten Generation nach den grauenvollsten Ereignissen der Menschheitsgeschichte, für die ein Ort zum Symbol geworden ist: Auschwitz. Die Befreiung des von Deutschen errichteten Konzentrations- und Vernichtungslagers, in dem über eine Million Menschen ermordet wurden, jährt sich am 27. Januar zum 68. Mal.

Der Jahrestag fällt in eine Zeit, in der die letzten Augenzeugen sterben, und Forderungen wie »Vergesst Auschwitz!« oder Aufrufe, »endlich einen Schlussstrich zu ziehen«, weil die Zeit des Nationalsozialismus »so lange her« sei, überall zu lesen und zu hören sind.

Dass die meisten Deutschen vom Juden- und Polenmord nichts mehr wissen wollen, ist psychologisch gesehen verständlich – es ist einfacher, es zu verdrängen, als sich einzugestehen: Ja, auch meine Eltern und Großeltern haben mitgemacht oder zugeschaut.

Aber ist das wirklich schon so lange her? Was sind 70 Jahre? Es kann sein, dass für die einen 70 Jahre vergangen sind und sich auf ein paar Seiten im Geschichtsbuch reduzieren. Für die anderen ist es nur eine Sekunde. Eine Sekunde, dann haben sie die Bilder von damals wieder vor sich: schonungslos scharf, erbarmungslos ewig. Und diese Sekunde währt dann ein ganzes Leben. Auch im Leben der Nachkommen.

Schlussstrich ziehen? Warum kommt niemand auf die Idee, einen Schlussstrich unter, sagen wir, den Dreißigjährigen Krieg zu fordern? Aber was werden die Folgen dieses Ver- und Beschweigens sein? Wird es nicht dazu führen, dass sich die Prophezeiung des Schriftstellers Manès Sperber erfüllt? »Auf den Schulbänken sitzen die Leichen des kommenden Krieges«, schrieb Sperber: »Nichts von dem, was sie lernen, wird sie befähigen, sich vor diesem Schicksal zu bewahren.«

Sind wir es der vierten Generation nicht schuldig, alles zu tun, damit sie nicht zu den Leichen des kommenden Krieges werden? Das Vermächtnis von Jerzy Pazdanowski kann uns eine Hilfe sein. »Auschwitz vergessen? Nein, niemals!«, rief er aus an dem Ort, an dem sein Bruder Michal ermordet worden war. Auschwitz sei nicht nur ein »Ort des Todes«, so der Überlebende des KZ Dachau, sondern auch ein »Ort des Lebens«. Mit einer Botschaft: »Ein anderes, besseres Leben zu führen.«

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27. Januar – Erinnern und Gedenken

„It’s always good to know what went down before you, because if you know the past, you can control the future.“ – Bob Dylan

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Für über eine Million Menschen – Juden, Polen, Zigeuner, Homosexuelle, Zeugen Jehovas … – kamen die Retter in Auschwitz zu spät. Auschwitz -Birkenau steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes. In Deutschland ist der 27. Januar seit 1996 ein nationaler Gedenktag – zur Erinnerung an die Millionen Opfer der deutschen Nationalsozialisten.

Auch in Krakau wird an die ermordeten Juden gedacht. Vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten lebten hier in Kazimierz rund 60.000 Juden – wie viele haben davon überlebt?

Ein paar filmische Eindrücke, wie es früher in unserer Nachbarschaft aussah:

Ein Film aus dem Jahr 1939 – vor dem Einmarsch der Deutschen und der Vernichtung jüdischen Lebens. Musik: Abe Schwartz’s Orchestra – Yosl, Yosl, 1925.

Der jiddische Poet Mordechai Gebirtig (1877-1942) lebte im Haus um die Ecke, bis er von den Nazis ermordet wurde. Seine Lieder werden heute zum Beispiel von Bente Kahan gesungen.

Bilder aus Kazimierz mit Musik der Krakauer Band Kroke, die immer mal wieder mit Nigel Kennedy musiziert. Kennedy wohnt in Krakau – er ist mit einer Polin verheiratet 🙂

Bilder aus der sehenswerten Ausstellung „And I still see their faces“.

Nigdy więcej – never again – nie wieder
UvS

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