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Die Zukunft der Vergangenheit – Synagoge Görlitz, 23.08.2010

Special guest: The most famous Marimbaphon-player of the world: the one and only Alex Jacobowitz!

Synagoge Görlitz, 23.08.2010

Synagoge Görlitz, 23.08.2010

Nähere Informationen beim Förderkreis Görlitzer Synagoge oder bei weiterdenken e.V.

Wir freuen uns auf Euer/Ihr Kommen!
UvS

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Yippie, I’m a poet – Bob Dylan in Görlitz

Dass Bob Dylan trotz seiner Weihnachts-CD lebendig ist und bleibt, war in der Oktober-Ausgabe des Magazins Literaturen zu lesen und zu sehen – Dylan auf der Titelseite und als 16-seitiges Schwerpunktthema im Heft: Warum er den Nobelpreis bekommen muss.

Nun, wir alle wissen, dass er wieder leer ausgegangen ist, aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr. Und im Oktober 2010 können wir dann wieder irgendwo lesen:
Bei ihm wird aus Dichtung Musik und aus Musik Poesie. Nimmt man beides zusammen, dann lässt sich die These wagen: Bob Dylan ist der einflussreichste und wirkungsmächtigste Lyriker der Moderne. Einer wie er sollte endlich den Literatur-Nobelpreis bekommen.

Mein Einfluss reicht nicht bis Stockholm, aber ich tue trotzdem, was ich kann: Am Mittwoch, 25. November, heißt es im Camillo in Görlitz wieder: Yippie, I’m a poet – Bob Dylan als Dichter.

Nein, Dylan braucht den Nobelpreis wirklich nicht, schreibt der Göttinger Literaturprofessor und Dylanologe Heinrich Detering in Literaturen. Aber dem Nobelpreis täte Dylan gut. Es wird Zeit.

Come gather ‚round people whereever you roam
don’t stand in the doorway, don’t block up the hall …

Bis Mittwoch im Camillo
UvS

PS: Ich werde natürlich nicht nur reden, sondern bringe Musik von Dylan mit, die laut iTunes für 6,7 Tage reicht …

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Die Görlitzer Synagoge …

… ist am 9. November, 70 Jahre nach der Reichspogromnacht, mit einem bewegenden Festakt wieder eingeweiht worden. Für mich als Gründungsvorsitzenden des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V. (Mai 2004) ist das ein Zeichen, dass sich bürgerschaftliches Engagement durchaus lohnt. Die Görlitzer Synagoge, die als einzige in Sachsen während der Reichspogromnacht nicht zerstört wurde, kann nun wieder als Kultur- und Begegnungszentrum genutzt werden – und hoffentlich auch bald von der kleinen Jüdischen Gemeinde als Gotteshaus. Dagegen sträubt sich noch die Stadt Görlitz, die Eigentümerin des Gebäudes ist – sie spricht konsequent von der „ehemaligen Synagoge“.

Das Verhalten der Stadt ist für mich ein Skandal, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die verantwortlichen Herren zur Besinnung und zur Vernunft kommen werden. Immerhin hat Kulturbürgermeister Michael Wieler in seiner Rede während des Festakts den 230 Besuchern signalisiert, dass die Synagoge eine „geistige Dimension“ habe, die sich jedem Besitzdenken entziehe. Und so könne auch die Stadt Görlitz „keinen Repräsentationsanspruch“ geltend machen.

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Die beiden Fotos, auf denen mein Hinterkopf zu sehen sind, stammen von dpa. Weitere Bilder auf Welt-Online.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick (parteilos) in der Gedenkfeier der Stadt und der Kirchen zur Reichspogromnacht die Wiedereröffnung der Görlitzer Synagoge mit keinem Wort erwähnt hat.

Es grüßt
UvS

PS: Es gibt ein weiteres Beispiel für erfolgreiches bürgerschaftliches Engagement: Nach heftigen Diskussionen und zahlreichen Protesten hat der Stadtrat in Kreuztal am 6. November mit 26:12 Stimmen beschlossen, das nach dem verurteilten Kriegsverbrecher Friedrich Flick benannte Gymnasium in „Städtisches Gymnasium“ umzubenennen. Weitere Infos auf der Homepage der Initiative „Flick ist kein Vorbild.“

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